Nahaufname eines Auges

Be­tracht­ende sind das Ziel der Kun­den­kom­mu­ni­kation.
Ihre Auf­merk­sam­keit ist das kost­bares Gut.

Die Re­zep­tion eines Fotos ist ein ge­heim­nis­voller Pro­zess, dessen Ab­lauf im Detail auch für lange Zeit noch ein Ge­heim­nis bleiben wird. Licht, Auge, Netz­haut und Seh­nerv führen zur Akti­vier­ung von Nerven­zellen, deren Si­gnale in spez­iali­sierten Gehirn­reg­ionen weiter ver­arbeitet werden. So sollen zwei kleine Zell­klumpen in einer Windung des Schläfen­lappens die Gesichts­wahr­nehm­ung er­mög­lichen.

Ein wes­ent­licher Teil der Ver­ar­beit­ung ist das Wieder­er­kennen von Bekan­ntem – und das ist kult­urell ge­prägt und in­divid­uell ver­schie­den. Des­halb sind auch die von einem Foto her­vor­ge­rufenen ästhet­ischen Empf­ind­ungen und Emotionen individu­ell ver­schieden.

Die Wirk­ung einer Foto­grafie auf Be­tracht­ende ist keine Sache der ex­akten Wis­sen­schaft, den­noch ist es not­wendig das Ziel­pub­li­kum eines Fotos zu ken­nen, um ab­zu­schätzen wie es auf dieses wirkt.

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